Wehenfördernder Tee: Geburtsvorbereitung auf natürlichem Wege

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Wehenfördernder Tee

Zum Ende der Schwangerschaft steigt zum einen die Ungeduld und auch die Vorfreude auf das Baby wächst stetig. Doch nicht immer kommt das Baby auch zum errechneten Geburtstermin auf die Welt. Manche Kinder lassen sich Zeit und der errechnete Geburtstermin verstreicht, ohne das Wehen einsetzen. Dies kann an einer Überschreitung liegen oder aber auch an einer sogenannten Wehenschwäche, bei welcher die Wehen einfach von Natur aus zu schwach sind oder nicht regelmäßig genug auftreten. Letzteres tritt häufig nach einem vorangegangenen Kaiserschnitt auf. Ein paar zusätzliche Tage im Mutterleib sind dabei nicht schädlich.

Wehenfördernder Tee: Die Geburt natürlich fördern

Irgendwann muss man beginnen, die Geburt einzuleiten bzw. versuchen, die Wehen zunächst einmal auf natürliche Weise zu fördern. Ein natürliches Hausmittel kann wehenfördernder Tee sein. Wichtig ist, dass der Tee nicht vor der 34. Schwangerschaftswoche eingenommen wird bzw. erst nach dem Ende der Schwangerschaft. Zusätzlich sollte der Tee erst nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt oder der Hebamme konsumiert werden. Wird der Tee zu früh getrunken, dann kann es zu ernsthaften Komplikationen kommen. Generell sollte man auch darauf achten, nicht mehr als 3-4 Tassen Tee pro Tag zu trinken.

Besonders Himbeertee kann bei einer höheren Dosierung zu Durchfällen führen. Genaue Dosierungshinweise kann man sich in der Apotheke einholen oder bei der Hebamme bzw. dem Gynäkologen.

Der Tee sollte die Fähigkeit besitzen, die Wehen einzuleiten und dem Körper neue Kraft und Energie zu verleihen. Dabei gibt es eine Reihe an Pflanzen und Gewürzen, die diese Eigenschaften inne haben. Bewährt haben sich in diesem Zusammenhang vor allem Tees aus Kardamom, Nelken, Zimt, Eisenkraut, Ingwer und Himbeer- oder Brombeerblättern. Man kann den Tee entweder selbst mischen und zubereiten oder auch als fertige Mischung in der Apotheke kaufen.

Die beliebtesten Tee-Rezepte zur Geburtsvorbereitung

Ein Rezept für einen Wehentee besteht aus 5 Nelken, 1 EL Eisenkraut, 1 Stange Zimt und 1 Scheibe frischem Ingwer mit einer Größe von etwa 2 cm. Alle Zutaten werden gemischt und mit 600 ml kochendem Wasser aufgegossen. Die Ziehzeit beträgt 10 Minuten. Täglich sollte man 2-3 Tassen des Tees zu sich nehmen. Ein weiteres Teerezept ist eine Mischung aus 3-5 Nelken, 1 Zimtstange, frischer Ingwerwurzel und 500 ml Wasser. Alle Zutaten gibt man in einen Topf und lässt sie für ca. 10 Minuten auf dem Herd köcheln.

tee zur geburtsvorbereitung
taa22/shutterstock.com

Die Mischung sollte danach leicht abkühlen, bevor sie getrunken wird. Am Ende kann man noch 1 EL Eisenkraut hinzugeben und das Ganze noch einmal für 10 Minuten ziehen lassen. Täglich kann man von diesem Tee zwischen 3 und 5 Tassen zu sich nehmen. Einsenkrauttee ist ein weiterer Tee in der Kategorie „Wehenförderer“. Hier muss man allerdings zugeben, dass der Geschmack etwas gewöhnungsbedürftig ist. Die wehenfördernde Wirkung wird als leicht eingestuft.

Weiter kann man sich einen Tee auch rein aus Zimtstangen brühen. Dazu übergießt man die Zimtstangen mit heißem Wasser und lässt das Ganze für 10 Minuten ziehen. Den Tee kann man zweimal pro Tag trinken.

Generelle Wirkung

Grundsätzlich konnte noch kein eindeutiger Zusammenhang zwischen dem Genuss eines wehenfördernden Tees und dem Beginn der Wehen nachgewiesen werden. Allerdings sind die in wehenfördernden Tees enthaltenen natürlichen Substanzen dafür bekannt, eine beruhigende Wirkung zu entfalten und somit Stress zu reduzieren. In der Folge produziert der Körper verstärkt Oxytocin, was die Entstehung von Wehen begünstigt. Nicht alle Frauen empfinden die Wirkung gleichermaßen. Dennoch kann es einen Versuch wert sein, die Wehen auf natürliche Weise zu fördern, bevor man zu anderen Möglichkeiten greift.

Die Wirkung von Himbeerblättertee

Wenn man den Himbeerblättertee trinkt, führt dies zu einer Entspannung der Gebärmutter. Darüber hinaus werden Krämpfe gelindert. Aus diesem Grund kann der Tee auch sehr gut bei Unterleibsschmerzen während der Periode eingenommen werden. Weiter führt der Tee zu einer Lockerung und Weitung des Gebärmutterhalses sowie des Muttermundes. Die Beckenbodenmuskulatur entspannt sich und es tritt eine innere Ruhe und Gelassenheit ein. Zudem enthält der Tee viele wichtige Vitamine, die den Körper in dieser stressigen Phase stärken und unterstützen. Die Zubereitung des Tees ist simpel und schnell durchgeführt.

Im Übrigen kann man den Tee auch nach der Entbindung trinken, da er die Darmtätigkeit anregt und so zur Entschlackung des Körpers führt. Himbeerblättertee soll im Übrigen auch helfen, den Kinderwunsch zu unterstützen. Die Durchblutung im Becken wird unterstützt und der Zyklus stabilisiert. Zudem wirkt der Tee gegen die Schwangerschaftsübelkeit. Fügt man dem Tee noch Melissenblätter hinzu, dann tritt eine verstärkt beruhigende Wirkung ein. Reiner Himbeerblättertee wird aus 25 g Himbeerblättern aufgegossen. Auch dieser Tee wird mit 600 ml kochendem Wasser übergossen und sollte für 10-15 Minuten ziehen.

Wer mag, kann den Geschmack mit etwas Honig verfeinern. Getrunken werden darf der Tee erst ab der 37. Schwangerschaftswoche. Es reicht aus, täglich 1 Tasse des Tees zu trinken, um die wehenfördernde Wirkung zu erreichen. Die Dosis kann nach Absprache auf bis zu drei Tassen täglich erhöht werden.

Wehenfördernder Tee: Das Fazit

Wehenfördernde Tees bieten eine mögliche Alternative, ausbleibenden Wehen auf natürliche Weise zu fördern und einzuleiten. Wichtig ist, dass man den Tee nicht zu früh trinkt und nur nach Rücksprache. Zudem sollte man sich aufgrund der möglichen Nebenwirkungen an die Dosierungsanweisungen halten.

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