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Minimalistischer leben: 9 Dinge, die ich nicht mehr kaufe

Werbung da Markennennung (unbeauftragt).

Minimalistischer leben fällt manchen schwerer, anderen dafür einfacher. Mir persönlich fällt es einfacher, sich zuerst darüber Gedanken zu machen, was man wirklich nicht (mehr) braucht, bevor man mit der Entscheidung, minimalistischer zu leben, völlig überfordert ist. Eine Bestandsaufnahme ist ziemlich sinnvoll, um zu sehen, wie viel man wirklich hat. Hier sind 9 Dinge, die ICH persönlich (vorerst) nicht mehr kaufe, weil sie unnötige Staubfänger oder einfach nicht überlebenswichtig sind.

Zum minimalistischer leben gibt es keine Vorschrift. Diese Liste ist auch keine Richtlinie, denn schließlich gibt es im Minimalismus kein Richtig und kein Falsch. Denn darin sollte jeder das tun, was für einen persönlich wichtig ist. Ich kaufe mir nichts der unten stehenden Dinge, bin aber auch kein Fan von Dogmas. Wenn ich doch ein Buch möchte, kaufe ich es mir genauso wie wenn ich doch eine Lidschattenpalette möchte. Man sollte einfach immer reflektieren:

Brauche ich dieses Teil wirklich?

Wenn ja, dann kauft man es sich. Wenn nein, dann eben nicht.

1. Schmuck

Hand aufs Herz: Es ist verführerisch, sich hier und da ein bisschen Modeschmuck zu gönnen. Meistens unschlagbar billig. Ringe verliert man schnell, sind aber schnell wieder nachgekauft. So billig der Schmuck ist, so langlebig ist er aber auch (nicht). Echtschmuck färbt nicht ab und ist deutlich hochwertiger. Trotzdem bin ich der Meinung, dass man keine 10 verschiedene Ohrringe braucht. Genauso verhält es sich mit Ketten und Armschmuck. Kein bunter Schmuck, der sich nur zu farblich passenden Kleidungsstücken kombiniert, dafür schlichter Basic Schmuck, der zu allem passt.

Minimalistischer leben - so gehts

2. Bücher

Ich lese viel, ich liebe Bücher. Es gibt Buchreihen, die liebe ich über alles. Trotzdem lese ich kein Buch zweimal. Stattdessen stehen sie als Staubfänger im Regal herum. Die unterschiedlich aussehenden Buchrücken bereiten mir zusätzliches Unwohlsein, weil es für mich nicht richtig aufgeräumt aussieht (verrückt, ich weiß). Seit geraumer Zeit leihe ich nur noch in der Bibliothek aus. Das erspart mir nicht nur Putzen, sondern auch eine Menge Geld. Außerdem ist es nachhaltiger. Übrigens gilt das auch für Kochbücher.

3. Kleidung

Neulich hat eine Minimalismus-Youtuberin folgenden Satz gesagt:

Kleidung sollte nicht gekauft werden, weil man Lust oder Langeweile hat, sonder weil man sie braucht.

Es ist wohl unnötig zuzugeben, dass ich auch zu den Langeweile-/Lustkäufern gehört habe. Ich würde die Aussage nicht zu 100% unterschreiben, da Mode für mich nicht nur einen praktischen Zweck hat, sondern wie für viele andere eine Ausdrucksform ist. Persönlichkeitsdarstellend. Kunst. Und wenn man wirklich Lust auf ein Kleidungsstück hat, sollte man es sich gönnen. Viel mehr geht es darum, sinnvoller zu konsumieren. Die meisten unter uns haben genug anzuziehen und die meisten gehen Shoppen, weil es eben ein netter Zeitvertreib ist. Aber wir brauchen nicht das dritte Paar schwarze Heels. Eigentlich reicht genau eines. Wir brauchen auch nicht die 6. Handtasche oder das 11. T-Shirt. Wir brauchen es wirklich nicht.

4. CD’s/Filme auf DVD

In Zeiten der Digitalisierung und Modernisierung, in Zeiten in denen man Netflix, Amazon Prime, iTunes und was weiß ich hat, benötigt man keine CD’s und auch keine DVD’s mehr. Liegen nur herum und stauben ein. Selbsterklärend, oder?

5. Wasser

Ich sehe keinen Sinn dahinter, Wasserflaschen aus Plastik zu kaufen. Wer für die Arbeit/Uni/Schule etwas zu trinken mitnimmt, kann sich eine BPA freie Flasche  besorgen und sie mit Leitungswasser füllen, dass in Deutschland hervorragend zu trinken ist. Wer kein Leitungswasser mag, besorgt sich eben einen Sodastream.

6. Düfte

Bei meinem Parfüm-Decluttering wurde neulich so einiges aussortiert. Inzwischen reagiere ich sehr empfindlich auf Parfüm und bevorzuge tatsächlich keines. Das ist natürlich sehr subjektiv. Trotzdem braucht man meiner Meinung nach keine fünf Parfums. Reicht nicht eines für den Tag/die Nacht? Gleiches gilt für Raum- und Wäscheduft. Diese künstlichen Duftzusätze sind weder gesund noch notwendig. Wenn der Raum schlecht riecht, wie wäre es mit Lüften? Oder ein paar Pflanzen?

Minimalistischer leben

7. Souvenirs

Hier ein Souvenir, da ein Mitbringsel. Freunde und Familie wissen inzwischen, dass ich nichts mitgebracht bekommen möchte, was nicht in irgendeiner Weise „brauchbar“ ist. Ich selbst kaufe mir selbst keine Souvenirs, da sie meiner Meinung nach ebenso Staubfänger wie Platzverschwendung sind. Auch diese Ansicht ist natürlich super subjektiv. Aber mal ganz ehrlich: Braucht ihr denn wirklich eine weitere Schneekugel?

8. Beautyprodukte

Für Beautyprodukte gilt gleiches wie für Mode. Wir haben im Prinzip genug und brauchen weder 5 Mascaras noch Nagellacke in jeder Farbe noch 5 Lidschattenpaletten. Übrigens braucht man auch keine Abschminkpads mehr kaufen, denn es gibt so tolle Alternativen.

9. Küchenutensilien

Ständig werden neue Gadgets und Dinge herausgebracht, die uns das Kochen und Backen erleichtern sollen. Hier ein neues Schneidegerät, da ein neuer Apfelschäler, dort dies und dort das. Nachher hat man die ganze Küche vollgestopft mit Utensilien, die man niemals verwendet. Ich habe mir oft genug irgendwelche Küchenteile gekauft, die ich bis heute noch nicht genutzt habe. Aber sie sind ja sooo praktisch, wenn man sie doch mal brauchen sollte.

Und jetzt würde mich natürlich interessieren: Auf was könntet ihr in der Liste NICHT verzichten und auf was verzichtet ihr?

2 Kommentare
  • Bianca
    November 14, 2018

    Ich finde deine Liste sehr spannend, muss aber sagen, dass ich bei einigen Dingen dennoch sage, dass ich diese kaufe. Make-Up kaufe ich zB auch nur noch sehr selten, mittlerweile weiß ich einfach, was ich gerne nutze und was nicht. Ich kann dir auch zustimmen, dass wir mittlerweile kaum bis gar kein Wasser mehr kaufen und wenn, dann nur in Ausnahmefällen und dann in Glasflaschen. Natürlich kann das Leitungswasser in Deutschland gut und gerne getrunken werden, aber einerseits nehme ich nicht überall meine Flasche mit und andererseits gibt es auch beim Wasser – sogar bei dem aus der Leitung – Unterschiede beim Geschmack. Schmuck trage ich immer das Gleiche und dann auch Echtschmuck!

    Was ich dennoch kaufe, sind zB Bücher. Aber meistens gebraucht und die Bücher, die ich nicht mag, verkaufe oder verschenke ich weiter. Ganz ganz selten kaufe ich mal ein neues Buch, aber dann sind es eben jene, die ich auch nicht hergeben mag und mehrfach lese. Sonst lese ich auch gerne auf meinem Tolino. Genauso verhält es sich mit DVDs. Serien und/oder Filme, die ich wirklich liebe (!!), kaufe ich mir auch auf DVD. Ich weiß, dass auch so einige Dinge in meiner Wohnung in den Augen anderer überflüssig sind. Aber ich versuche schon, bewusst zu leben und zweimal zu überlegen, ob ich dieses oder jenes brauche. Genauso vertrete ich aber auch die Meinung, dass wir Deutsch uns teilweise schon wirklich sehr sehr stark reduzieren. Natürlich ist das einerseits super und nachhaltig, aber ich sage auch ganz ehrlich: ich möchte mich auch nicht auf das Minimalste beschränken. Denn auch wenn viele sagen, „Dinge“ machen nicht glücklich, dann kann ich dem widersprechen und sagen: mich macht mein Lieblingsbuch oder mein Lieblingsfilm glücklich. Und mich macht auch EINE Erinnerung aus jedem Urlaub glücklich. Ich verbinde mit vielen Dingen Erinnerungen und Gefühle und das möchte ich nicht missen. :)

    • Anja | Gründerin & Editor
      November 15, 2018

      Liebe Bianca, vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag. Bücher beispielsweise kaufe ich nur dann, wenn es sie in meiner Bibliothek nicht gibt, aber auch nur gebraucht. Ich habe zum Beispiel auch meine liebste Buchserie hier stehen, die ich bestimmt so schnell nicht verkaufen werde. Und zum Glück geht es beim Minimalismus ja nicht darum, alles bis auf ein paar Gebrauchsgegenstände wegzugeben, sondern mit dem zu leben, was einen nicht belastet und glücklich macht. Das sind bei dir eben die oben genannten Dinge :)

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