Minimalismus – Das kann doch weg! Teil 1

Bis vor einiger Zeit habe ich über 100 Nagellacke besessen. Stellt euch diese Zahl nur einmal vor. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, bekomme ich Schnappatmung. Diese Zahl hat sich nach einer ersten großen Ausmist-Aktion dramatisch reduziert – nämlich auf 21 Farblacke und ein paar Top-/Basecoats. Es ist tatsächlich immer noch einiges, aber nichts im Vergleich zu 100 Stück. Was mich dazu bewegt hat? Mein innerer Wunsch, minimalistischer zu leben. Der Begriff „Minimalismus“ ist zuletzt fast schon zum Dauerwort geworden.

Minimalismus – Meine Entscheidung, minimalistischer zu leben

Kommen wir nochmal auf die über 100 Nagellacke zurück: Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich mir bis auf eine Handvoll keinen einzigen Lack selbst gekauft habe. Die Sammlung entstand durch Geschenke – privat als auch durch Firmen. Als Blogger bekommt man massenhaft Produkte zugeschickt. Das ist eine so große Menge, dass man sie niemals selbst aufbrauchen kann. Wisst ihr, wann ich mir zuletzt Duschgel oder Körperpflegeprodukte kaufen musste? Vor knapp 7 Jahren. Ich bin natürlich dankbar für all die Geschenke, aber letztendlich haben sie immer mehr Platz weggenommen. Ich bin ganz ehrlich, die Menge an Produkten hat mich stolz gemacht. Es hat mich stolz gemacht, die Schubladen zu öffnen und zu sehen, wie andere große Augen bekommen. Schaut her, was ich habe.

„Wir Blogger geben gerne damit an, was wir besitzen.“

Bereits damals habe ich aber gemerkt, dass ich so viel Zeug gar nicht brauche. Vor allem jetzt nach meinem Rückzug nach Hause, von einer 50qm Wohnung in mein 10qm Kinderzimmer hatte ich natürlich dringend Handlungsbedarf. Während meiner Examenszeit hat irgendwas in mir Klick gemacht und ich habe für mich entschieden, dass ich diese Masse an Produkten und Dingen nicht brauche und nicht will. Ich habe angefangen, mein Hab und Gut zu reduzieren und zum Glück bin ich ein Mensch, dem etwas Aussortieren oder Wegwerfen sogar Spaß macht. Mit jedem Stück das geht, fühlt man sich ein bisschen freier. Und natürlich hat man auch wieder mehr Platz. Achja, die Produkte zu verschenken, macht mich sogar ziemlich glücklich und die Beschenkten natürlich auch.

Minimalismus als Lebenseinstellung

Ein weiterer großer Vorteil ist, dass man irgendwann kein Kleiderschrank mehr voll mit Nichts zum Anziehen hat. Dass man nicht stundenlang überlegen muss, welcher Lippenstift jetzt am besten passt. Wenn man nur noch geringe, jedoch ausreichende Auswahlmöglichkeiten hat, gehen einige Dinge im Leben schneller.

Minimalismus – Projekt oder Lebenseinstellung?

Oft liest und hört man vom „Projekt Minimalismus“, doch für mich ist es kein Projekt und für alle Minimalisten unter uns ist es eine Lebenseinstellung. Man entscheidet sich bewusst dafür, gewisse Dinge in seinem Leben zu reduzieren, damit der Fokus wieder darauf liegt, was einem wirklich wichtig ist. Dabei geht es gar nicht so sehr darum, als Minimalist möglichst wenig zu besitzen, sondern nur das zu besitzen, was man wirklich braucht. So kann ein Minimalist alle seine Bücher hergeben, ein anderer hat trotzdem zahlreiche Bücher und ist deshalb nicht weniger ein Minimalist.

„Ziel ist nicht die Reduzierung des Besitzes auf ein Minimum, sondern die Reduzierung auf das Wichtigste.“

Ich stehe natürlich ganz am Anfang und möchte euch gerne auf meinem Weg mitnehmen. Hin und wieder möchte ich euch Einblicke darin geben, wie viel ich (noch) besitze und anfangen möchte ich natürlich da, wo es mir am leichtesten fällt: Im Kleiderschrank und bei meinen Beauty-Produkten. Neben diesen Einblicken möchte ich aber auch hilfreiche Tipps und Empfehlungen aussprechen, die im Laufe der nächsten Monate online gehen sollen.

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2 Kommentare
  • Lisa
    Juni 24, 2018

    Oh, das wird bestimmt eine coole Beitragsserie. Ich bin auch gerade dabei auszumisten, weil ich bald umziehe und mir fällt jetzt erst auf, wie viel ich eigentlich besitze und was sich über die Jahre in meiner Wohnung alles angesammelt hat.

  • Melanie
    Juni 28, 2018

    Danke für den tollen Post! Ich liebe ja das Thema Minimalismus und beschäftige mich auch sehr damit zur Zeit. Ausmisten und loslassen kann ich sehr gut. Auf deine weiteren Posts bin ich total gespannt :-*

    viele liebe Grüße
    Melanie / Goldzeitblog

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