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Tschüss, Facebook – mir reichts!

Werbung da Markennennung (unbeauftragt).

Ich habe mich aus Facebook gelöscht. Privat als auch mit meinem Blog. Vor knapp zwei Wochen habe ich es endlich geschafft, den „Löschen“ Button zu drücken, nachdem ich lange mit mir gerungen habe. Und heute? Ich lebe noch, die Welt ist noch nicht untergegangen und interessiert hat es sowieso keinen. Aber warum habe ich dem einstigen Social Media Kanal den Rücken zugekehrt? Und wie geht es mir, seitdem ich meinen Account gelöscht habe?

Damals, als Facebook der absolute Hit war, habe ich jeden meiner Schritte auf der Plattform geteilt. Gefühlt stündlich gab es ein Statusupdate, man schrieb sogar mit seinen Freunden über die Update-Funktion. Es wurden reichlich Fotos heraufgeladen und geteilt, die Plattform war einfach DAS DING. Zu Beginn meines Studiums teilte ich zwar keine Statusupdates mehr, dennoch wurden fleißig Fotos geteilt. Ab da galt plötzlich: Je mehr Freunde auf der Plattform, desto besser. Es wurde ein regelrechter Wettbewerb daraus. Irgendwann kam dann der Punkt, an dem ich immer weniger aktiv war. Ich nutzte gerne Facebook Gruppen, sowohl privat als auch für den Blog. Auf der Seite von Modewahnsinn teilte ich regelmäßig Beiträge, die dann aber auch plötzlich immer seltener wurden. Was war zwischenzeitlich geschehen?

Gesponserte, irrelevante Werbeanzeigen

Tschüss Facebook

Facebook führte Werbung ein. Da waren dann plötzlich nur noch gesponserte Anzeigen, teilweise völlig irrelevant. Unter Beiträgen von Nachrichtenagenturen, Berühmtheiten o.ä. tummelten sich Menschen, die sich gegenseitig aufs Übelste beleidigten. Man könnte meinen, der ganze menschliche Tiefgrund hatte sich auf der Plattform versammelt. Aber inzwischen dürften wir auch wissen, dass es auf Social Media Kanälen besonders einfach ist für Menschen Hetze zu betreiben und Hass zu schüren. Ach ja, oft sind es ja nicht mal echte Menschen, sondern Bots.

Als der Zeitpunkt gekommen war, an dem ich Facebook nur noch für den Blog nutzte, musste ich mich regelmäßig zwingen, dort meine Beiträge zu teilen. Ich hatte schlichtweg keine Lust, es war für mich Mehraufwand, der sich vor allem auch kaum lohnte. Denn die Klickzahlen, die über diese Seite kamen, waren kaum nennenswert. Ich fing an, mit dem Gedanken zu spielen, mich von der einst so riesigen Plattform zu löschen. Denn sind wir mal ehrlich: Bis auf in den Gruppen ist dort einfach nichts mehr los. Aber genau die waren auch der Grund, warum ich den letzten Schritt bis vor zwei Wochen nicht gewagt habe. Mit wem tausche ich mich dann aus? Was ist, wenn ich nicht mitbekomme, was bei mir im Seminar passiert?

Letztendlich habe ich mir den Ruck gegeben und bin den letzten Schritt gegangen. Ich habe auf „Löschen“ geklickt. Ja, den Gruppen trauere ich immer noch ein bisschen nach, denn man konnte sich wirklich gut austauschen. Aber ansonsten ist mir einfach ein Stein vom Herzen gefallen, denn Facebook war schon lange nicht mehr das, was es für mich einmal war. Ich konnte mich nicht mehr mit ihr identifizieren und bin irgendwie herausgewachsen.

Wie ist eure Beziehung zu besagtem Social Media Kanal?

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